Vereinigung für Aquarien- und Terrarienfreunde Soest 1925 e.V.


Chronik
 

Am 10. Januar 1925 trafen sich im Gasthof  “Zum Krahnen“ die Herren Georg Hein, Wilhelm Rotte, Herman Rauft, Heinrich Derbogen, Hans Schrage, Karl Kastien, Ernst Rinke und Arnold Lappe zur Gründungsversammlung eines Aquarienvereines.
Als Name wurde festgelegt: Vereinigung für Aquarien- und Terrarienfreunde Soest 1925

Ziel der Vereinigung ist die Pflege und Zucht von Aquarien-und Terrarientieren, sowie die Beobachtung des Lebens in der Natur unserer engeren Heimat.

Im Februar 1926 konnte die 1. Satzung von der Versammlung genehmigt werden. Diese hatte Gültigkeit bis zur Eintragung in das Vereinsregister 1972.
Eine für 1926 geplante Ausstellung konnte aus wirtschaftlichen Gründen nicht durchgeführt werden. Man trat aber im Januar 1926 dem VDA bei.

Tümpeltouren gehörten schon von  Anfang an zu den regelmäßigen Betätigungen im Vereinsleben. Fischbestellungen waren ein beliebtes Mittel, die Vereinsfreunde immer wieder mit neuen Arten bekanntzumachen. Die Nachzuchten wurden dann während der Monatsversammlungen abgegeben. Der gestiftete Betrag wurde meistens in die Vereinskasse eingezahlt. Von diesem Geld wurden wieder Fische und Pflanzen bestellt. Ausflüge in die nähere Umgebung wurden regelmäßig durchgeführt. Aus diesem Grund bestand einige Jahre eine Reisekasse, in die monatlich ein Betrag eingezahlt wurde. Fahrten zu den Kreis-, Gau- und Verbandstagungen standen selbstverständlich auch auf dem Programm.
Die Lichtbildstelle des Dachverbandes gab es damals schon und wurde auch in Anspruch genommen.

Referenten von anderen Vereinen wurden zu Vorträgen eingeladen.
Eine schwere Zeit für den Verein waren die Jahre der Arbeitslosigkeit. Ein geregeltes Vereinsleben begann eigentlich erst wieder 1933. In diesem Jahr wurde auch das Vereinslokal gewechselt.

Im 10. Gründungsjahr, also 1935, wurde eine kleine Feier abgehalten.
Die Ausrichtung des Gautages 1938 war dann sicherlich das bis dahin größte Ereignis des Vereins.
Nach dem zweiten Weltkrieg nahmen am 18. Februar 1946 die interessierten Mitglieder ihre Arbeit wieder auf.
8 Mitglieder trafen sich bei Freund Filmer und wählten einen Vorstand.

1. Vorsitzender                                          Freund Nielen
2. Vorsitzender und Geschäftsführer           Freund Leupers

Nach viermonatigen Verhandlungen mit der Militärregierung war es dann endlich geschafft, und die Vereinstätigkeit konnte wieder aufgenommen werden.
Als neues Vereinslokal wurde der Gasthof Diekmann gewählt. Dieses Lokal wurde bis 1984 als Treffpunkt beibehalten.

Die Tätigkeiten des Vereines in den folgenden Jahren bestanden aus Monatsversammlungen mit Lichtbilder-Vorträgen und Aussprachen, Tümpeltouren, Ausflügen, Besuchen der Bezirks- und Verbandstagungen.
An Fischen wurden nur noch neun Arten gepflegt, statt der 60 Arten vor Ausbruch des Krieges. Durch Einkäufe und gute Beziehungen zu anderen Vereinen konnte im Laufe des Jahres 1946 die Zahl auf 34 Arten erhöht werden. Das heutige Tischbanner wurde im Jahre 1948 neu geschaffen und von den Ehefrauen gestiftet.

Am 13. Januar 1949 wurde Freund Lappe zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er gab dem Verein neue Impulse und bekleidete dieses Amt bis 1968. Er trat aus gesundheitlichen Gründen zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Leider erlag Freund Lappe einige Tage später seinem schweren Leiden.
Das Jahr 1949 war für die Soester Freunde noch ein besonderes Jahr, denn der Lippstädter Aquarienverein, ein Zweig der Soester Freunde, machte sich selbständig. Freund Klingemeier übernahm den Vorsitz und gab dieses Amt 1976 ab. Leider ist der Lippstädter Verein,  mit dem wir ein freundschaftliches Verhältnis hatten, inzwischen aufgelöst.
Anlässlich des 40jährigen Bestehens, Januar 1965, wurde eine kleine Feier im Rahmen des Vereins abgehalten. Zur 40jährigen Verbandszugehörigkeit, im Januar 1966, wurden die Lippstädter Freunde und der Bezirksvorstand eingeladen.

Von 1968 bis 1970 wurde der Verein von Freund Diedrich geleitet, der aber wegen persönlicher Belange ausscheiden musste. Dadurch war die Wahl eines neuen Vorsitzenden notwendig geworden. Der bisherige 2. Vorsitzende, Freund Hanshelmut Zimmermann, übernahm das Amt ab Januar 1971. Die erste Vereinsheimschau fand 1968 statt. Zu diesem Anlaß wurde ein Wanderpokal gestiftet. Eine Ausstellung mit Tombola wurde ein großer Erfolg.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten innerhalb des Vereins, welche die Mitgliederzahl von 37 auf 23 absinken ließ, wurde intensiv über eine Erneuerung des Vereinslebens nachgedacht. Eine neue Satzung wurde geschaffen. 1972 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister. 1996 wurde die Satzung gemeinnützig gefasst.
Im Jahre 1975 konnte der Verein sein 50jähriges Bestehen im Rahmen eines Bezirkstages begehen. 400 Aquarianer aus ganz Westfalen kamen zusammen. Unsere Ehefrauen hielten für jeden Gast Pumpernickel mit Schinken und Käse bereit, Für einen guten Tropfen war auch gesorgt. Noch zwei Bezirkstage, 1976 und 1980, fanden in Soest statt.

Der Bau einer eigenen Ausstellungsanlage wurde 1977 in Angriff genommen. Im gleichen Jahr konnte man schon eine recht erfolgreiche Ausstellung auf dem ehemaligen Schützenhofgelände bei der Firma Milke durchführen. Im Archigymnasium fand 1979 eine weitere Ausstellung statt.
Von der Stadt Soest bekamen wir 1983 Räumlichkeiten auf dem Gelände der ehemaligen Firma Ruthemeier zur Verfügung gestellt. Nach erfolgter Renovierung und Einrichtung wurden sie am 15. und 16. Dezember 1984 am „Tag der offenen Tür“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

In den nächsten Jahren zeichneten rege Aktivitäten das Vereinsleben aus. Neben gemeinsamen Weihnachtsfeiern und Sparfesten des vereinsinternen Sparclubs wurden natürlich auch offizielle, allen Bürgern der Stadt zugängliche Veranstaltungen angeboten. Die Jubiläumsausstellung 1985 und der „Tag der offenen Tür“ 1987 mit Fisch-und Pflanzenbörse ragten heraus.

1987 nach 12 Jahren Tätigkeit als 2. Vorsitzender wurde Freund Burkhard Schmidt zum 1. Vorsitzenden gewählt und bekleidet dieses Amt bis heute.
Der Vorstand Ende der 80-Jahre gab sich wie folgt:
     1. Vorsitzender Burkhard Schmidt
     2. Vorsitzender Jean-Pierre Delporte
     Geschäftsführer Udo Nienhaus
     Kassierer Bernd Neubert.
Eine ständige Aquarienausstellung wurde dadurch geschaffen, dass Becken aus der Stellage gegen die Hälfte der Stromkosten an interessierte Mitglieder vermietet wurden. Von ca 50% der Mitglieder –etwa 25- wurden überwiegend die in Mode gekommenen Zwergbuntbarsche, sowie Malawi- und Tanganikacichliden gepflegt. Zwei weitere kleine Gruppen beschäftigen sich mit Meerwasser und Wasserpflanzen. Einige wenige Mitglieder mit Killifischen, Salmlern und Barben.
Im Zuge des Baus der Soester Stadthalle wurde das Ruthemeier-Gebäude und somit das Vereinsheim zum Abriss freigegeben.

Die Vereinsräume mussten aufgegeben werden. Letzte Eintragung ins Anwesenheitsbuch vom 12.11.88: Alle noch brauchbaren Teile sind zu Vereinsfreund A. Höfer gebracht  und dort eingelagert worden. Mit Wehmut sagt der harte Kern „Ade Vereinsheim!
Das nächste Jahr über lief das Vereinsleben nur schleppend, die Monatsversammlungen im neuen Vereinslokal waren schlecht besucht.

Verhandlungen mit der Stadt Soest zwecks neuer Räumlichkeiten, wurden zunächst sporadisch, dann gezielt durchgeführt. Als dem Verein 1989 die Räume am Brunowall angeboten wurden, griff man nach einem Ortstermin sofort zu. Das Vereinsleben pulsierte wieder, gemeinsam wurden alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt, um ein neues Heim für das Hobby der Aquarien- und Terrarienfreunde Soest zu schaffen. Das neue Vereinsheim am Brunowall 32 wurde im Rahmen einer Ausstellung am 14.03.1992 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Laufe der nächsten Jahre entwickelte sich wieder ein reges Vereinsleben. Höhepunkte waren die Vereinsfahrt im Juni  1993 zum Aquazoo nach Düsseldorf und die jährliche Veranstaltung „Tag der offenen Tür“. 1993 wurde erstmalig vom Verein ein Jahresplaner herausgegeben, der über alle geplanten Veranstaltungen informierte.
Ab 1994 fanden mit Beteiligung der Städte Menden, Meschede, Arnsberg, Neheim und Soest  erstmalig Städtevergleichschauen statt, bei denen der Soester Aquarien-und Terrarienverein stets die vorderen Plätze belegte. Mitte 1994 verabschiedeten wir uns mit Bedauern von unseren langjährigen belgischen Mitgliedern. Die Nato zog ihre Streitkräfte aus Soest ab und gab den Standort auf.
 In 1995 wurde dann in Soest eine Preisrichterschulung durchgeführt. Eine Vereinsfahrt zur Wilhelma nach Stuttgart schloss sich im Mai an. Anlässlich unseres 70jährigen Bestehens richteten wir den Herbstbezirkstag des Bezirks 21  mit attraktivem Umfeld im Morgnerhaus Soest aus.
Der VDA und Aquarien-und Terrarienfreunde Soest Infostand, Orchideenausstellung, Vivaristikbriefmarkenausstellung, Luftballonwettbewerb, VDA-Arbeitskreis „Fischkrankheiten“, Fotowettbewerb, Produktpalette Soester Zoohändler und die Anwesenheit unseres VDA-Präsidenten Joachim D. Matthies, sowie des Bundesgeschäftsführers Hans Stiller rundeten die Veranstaltung ab.

Weiter Höhepunkte in den nächsten 5 Jahren waren die Besuche unserer VDA-Gastvereine, denen wir in unserem Vereinsheim Gastfreundschaft boten und ihnen Soest, sowie die Umgebung näher brachten. Unvergessen bleiben die vielen Referenten, die unsere Vereinsabende belebten.  Darunter  so bekannte Autoren wie  Rainer Stawikowski, Uwe Werner, Dr. Jürgen Schmidt, Gerd Eggers, Christel Kasselmann, Klaus Erfurt, Gerd Rahn, Dr. Norbert Menauer, Uwe Römer, Frank Schneidewind, Daniel Heerz, uvm.
Renner waren auch unsere Jahresfahrten, die uns nach Hattingen, Berlin, Bochum und Hamburg führten. Auch die Radtouren, welche heute die Tümpeltouren abgelöst haben, werden gern von den Mitgliedern und Familienangehörigen angenommen.  Ziel ist meist ein Vereinsfreund, bei dem zunächst die Zierfischanlagen begutachtet wird, bevor man bei Grillgut zum gemütlichen Teil übergeht.
Das freundschaftliche Verhältnis zu den Hattinger Zierfischfreunden „Roter von Rio“ wurde durch ständige gegenseitige Besuche ausgebaut.
1996 und 1998 wurden wir vom Bezirk 21 als Aquarienverein des Jahres ausgezeichnet.
Außerdem wurde Dr. Norbert Menauer 1996 Aquarianer des Jahres im Bezirk 21 und Thorsten Drewes wurde beim Fotowettbewerb unseres Bezirks 1999 Sieger.

Im 75. Jahr unseres Bestehens richteten wir im Rahmen der 1. Soester Aquarien- und Terrarientage erneut die Herbstbezirkstagung mit dem Haus der offenen Tür mit Vorträgen und der 75-Jahrfeier aus.

Neben der Abnahme des VDA/DGHT-Sachkundenachweises und der Aquarien- und Terrarienbörse in Möhnesee-Körbecke bietet unser Veranstaltungskalender eine Vielzahl von aktuellen Themen, zu denen die Aquarien- und Terrarienfreunde Soest alle Interessierten herzlich einladen.
 
 

Aquarien-und Terrarienfreunde Soest heute  2002

     1. Vorsitzender       Burkhard Schmidt
     2. Vorsitzender       Jean-Pierre Delporte
     Geschäftsführer       Dr. Norbert Menauer
     Kassierer                Gabriele Drewes

     Ehrenvorsitzender   Hanshelmut Zimmermann
 

Unsere Mitglieder stehen Ihnen mit Rat und Tat in folgenden Bereichen zur Verfügung:
Süßwasser, Meerwasser, Terraristik, Cichliden, Gartenteich und Fotogruppe.
 
 
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